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Krankheiten CUP-Syndrom: Krebs bei unbekanntem Primärtumor

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ICD-Codes: C76 C80 Was sind ICD-Codes?

Das CUP-Syndrom ist eine spezielle Krebserkrankung: Ärztinnen und Ärzte entdecken Tumorabsiedlungen im Körper, sogenannte Metastasen. Den Ausgangstumor finden sie jedoch nicht. Daher stammt auch die Bezeichnung „Krebs bei unbekanntem Primärtumor“, englisch: „Cancer of Unknown Primary“.

Auf einen Blick

  • Beim CUP-Syndrom werden Metastasen im Körper gefunden, der Ursprungstumor jedoch nicht.
  • Es handelt sich um eine fortgeschrittene Krebserkrankung, bei der der Krebs bereits gestreut hat.
  • Ursachen und Risikofaktoren für das CUP-Syndrom sind weitgehend unklar.
  • Die Symptome und der Krankheitsverlauf hängen davon ab, woher die Krebszellen stammen und wo sie sich angesiedelt haben.
  • Bei der Diagnostik versuchen die Ärztinnen und Ärzte den Ursprungstumor doch noch zu identifizieren. Dafür untersuchen sie unter anderem Gewebeproben der Metastasen.
  • Ein CUP-Syndrom kann meist nicht geheilt werden: Die Behandlung erfolgt individuell und hängt davon ab, welche biologischen Eigenschaften der Tumor aufweist. Die Therapie soll Beschwerden lindern und die Lebensqualität erhalten.

Hinweis: Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

CUP-Syndrom (Krebs bei unbekanntem Primärtumor): Ein Patient liegt vor einer MRT-Röhre. Im Hintergrund steht eine Ärztin hinter einer Glasscheibe und beobachtet den Patienten. CUP-Syndrom (Krebs bei unbekanntem Primärtumor): Ein Patient liegt vor einer MRT-Röhre. Im Hintergrund steht eine Ärztin hinter einer Glasscheibe und beobachtet den Patienten.

Was ist das CUP-Syndrom?

Bei „gewöhnlichen“ Tumorarten entsteht der Krebs in einem bestimmten Organ und breitet sich in Form von Tumorabsiedlungen, sogenannten Metastasen, im Körper aus. Das CUP-Syndrom hingegen ist eine spezielle Krebserkrankung: Ärztinnen und Ärzte entdecken Metastasen im Körper, den Ausgangstumor finden sie jedoch nicht. Daher kommt auch die Bezeichnung „Krebs bei unbekanntem Primärtumor“, auf Englisch: „Cancer of Unknown Primary“.

Da sich beim CUP-Syndrom Krebszellen von einem unbekannten Ursprungstumor abgelöst und in anderen Geweben oder Organen angesiedelt haben, handelt es sich um eine fortgeschrittene Krebserkrankung, die oft aggressiv wächst.

Viele Tumorarten bilden Metastasen vor allem in der Leber, der Lunge, den Knochen und/oder in Lymphknoten. Aber auch im Gehirn oder in der Haut können Absiedlungen auftreten. Bei Patientinnen und Patienten mit CUP-Syndrom siedeln sich Metastasen darüber hinaus auch an Stellen im Körper an, in die Tumoren sonst eher selten streuen. Bei einigen Betroffenen treten Metastasen in verschiedenen Organen gleichzeitig auf. 

Wo hat der Krebs seinen Ursprung genommen? Ärztinnen und Ärzte suchen bei Patientinnen und Patienten mit CUP-Syndrom nach dem sogenannten Primärtumor: dem Tumor, von dem der Krebs seinen Ausgang genommen hat. Finden die Medizinerinnen und Mediziner diesen Ursprungstumor, wird der Krebs der entsprechenden Tumorart zugeordnet. Wenn die Suche erfolglos bleibt, besteht weiterhin die Diagnose CUP-Syndrom.

Welche Symptome weisen auf ein CUP-Syndrom hin?

So verschieden der Ursprung und die Ausprägung eines CUP-Syndroms sein können, so divers zeigen sich die Symptome: sie können sich von Person zu Person stark unterscheiden. Denn welche Beschwerden auftreten, hängt insbesondere davon ab, in welchem Organ oder Gewebe sich die Metastasen angesiedelt haben. 

Typische Symptome für ein CUP-Syndrom gibt es also nicht. Meist handelt es sich jedoch um Beschwerden einer fortgeschrittenen Krebserkrankung, wie etwa 

  • geschwollene Lymphknoten sowie andere Schwellungen oder Knoten,
  • ungewohnte Atemnot oder Husten,
  • Schmerzen in der Brust, dem Bauch oder den Knochen,
  • länger andauernde Müdigkeit oder Erschöpfung,
  • Appetitlosigkeit oder ungewollter Gewichtsverlust.

Bei solchen Symptomen empfiehlt es sich, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Das gilt vor allem, wenn sie nicht mit einem Infekt erklärbar sind und länger als einige Tage oder gar Wochen anhalten.

Welche Ursachen hat ein CUP-Syndrom?

Die Ursachen eines CUP-Syndroms sind bisher weitgehend unklar. Fest steht: Krebserkrankungen basieren auf genetischen Veränderungen, durch die sich normale Körperzellen in bösartige Krebszellen verwandeln. Die Tumorzellen beginnen, unkontrolliert und zerstörend in umliegendes Gewebe zu wachsen. Eine weitere Eigenschaft: Sie können sich vom Ursprungsort ablösen, über die Lymphbahnen und/oder das Blut im Körper verteilen und in anderen Organen ansiedeln – so entstehen Metastasen.

Video Was ist Krebs?

Im folgenden Video erfahren Sie, wann Mediziner von einer Krebserkrankung sprechen und wie Krebs entsteht.

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Doch wie kann es dazu kommen, dass zwar Metastasen gefunden werden, der Ausgangstumor aber unbekannt bleibt? Fachleute gehen davon aus, dass bestimmte Eigenschaften der Krebszellen ein CUP-Syndrom begünstigen. Hierzu gibt es unterschiedliche Vermutungen, wie etwa folgende:

  • Der Ursprungstumor neigt schon sehr früh im Krankheitsverlauf dazu, Metastasen zu bilden. Gleichzeitig bildet er sich selbst zurück.
  • Metastasen entwickeln sich aus Zellen, die bereits sehr früh vor der Geburt an eine andere Stelle im Körper gelangt sind.

Wie häufig ist das CUP-Syndrom?

In der Literatur finden sich unterschiedliche Angaben dazu, wie häufig CUP-Syndrome sind. Das Zentrum für Krebsregisterdaten geht davon aus, dass in Deutschland etwa 9.220 Menschen pro Jahr an einem CUP-Syndrom erkranken. Das bedeutet, dass rund 2 von 100 Krebserkrankungen CUP-Syndrome sind. Es erkranken etwa gleich viele Frauen und Männer an Krebs ohne Primärtumor. Die meisten Betroffenen sind über 60 Jahre alt.

Etwa 2 von 100 neu diagnostizierten Krebserkrankungen sind CUP-Syndrome.

Die Zahl der CUP-Diagnosen nimmt seit einigen Jahren ab. Eine mögliche Erklärung: Bei immer mehr Betroffenen wird durch verbesserte diagnostische Verfahren der Ausgangstumor doch noch gefunden oder die Ärztinnen und Ärzte können zumindest klären, aus welchem Gewebetyp die Krebszellen stammen. Dann ändert sich die Diagnose "CUP-Syndrom" in die jeweilige Tumorart.

Wie verläuft ein CUP-Syndrom?

Wie auch die Symptome und die Ausprägung kann der Krankheitsverlauf bei den einzelnen Patientinnen und Patienten sehr unterschiedlich sein. Er ist unter anderem abhängig davon,

  • wie viele Metastasen vorliegen,
  • in welchen Geweben sie liegen,
  • welche Eigenschaften sie haben,
  • wie der Gesundheitszustand der Betroffenen ist und
  • ob Begleiterkrankungen vorliegen.

Pauschale Prognosen sind daher nicht möglich. Dennoch ist eine Heilung bei den meisten Patientinnen und Patienten mit CUP-Syndrom unwahrscheinlich, denn der Krebs schreitet meist schnell fort.

Etwa eine oder einer von fünf Betroffenen hat eine bessere Prognose. In diesen Fällen kann zum Beispiel aufgrund der biologischen Eigenschaften der Krebszellen auf einen bestimmten Ursprungstumor geschlossen werden. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte können dann eine organspezifische Therapie einleiten. Die Betroffenen haben so in der Regel eine ähnliche Prognose wie Patientinnen und Patienten mit einem entsprechenden Ursprungstumor im gleichen Stadium.

Wie wird ein CUP-Syndrom diagnostiziert?

Finden Ärztinnen und Ärzte bei einer Patientin oder einem Patienten Krebszellen, die sich als Metastasen herausstellen, klären sie zunächst Folgendes: Wie viele Metastasen gibt es, wie groß sind sie und wo sitzen sie genau?  

Außerdem versuchen sie, den Ausgangstumor ausfindig zu machen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies oftmals, dass die Untersuchungen sich länger hinziehen können – meist sind Geduld und Ausdauer gefragt.

Zunächst werden Patientinnen und Patienten über ihren allgemeinen Gesundheitszustand befragt (Anamnese). Daraufhin folgen eine körperliche Untersuchung und eine Laboruntersuchung von Blutproben. Im Blut können zum Beispiel körpereigene Substanzen sein, die auf eine bestimmte Krebserkrankung hinweisen – sogenannte Tumormarker.

Auch bildgebende Verfahren gehören zur Diagnostik. Dadurch können die Ärztinnen und Ärzte sowohl den Ursprungstumor als auch weitere Metastasen finden. Meist erfolgt eine Computertomografie (CT) des Brust-, Bauch- und Beckenraums. Zum Einsatz kommen kann aber auch:

  • eine Positronenemissionstomografie (PET/CT),
  • eine Magnetresonanztomografie (MRT),
  • eine Spiegelung (endoskopische Untersuchung) verschiedener Organe – bei entsprechenden Symptomen,
  • ein Ultraschall der Brust und eine Mammografie,
  • ein Ultraschall über die Scheide bei Frauen oder
  • eine Szintigrafie.
Das CUP-Syndrom wird diagnostiziert durch eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung oder bildgebende Verfahren.

Zusätzlich entnehmen die Ärztinnen und Ärzte in einer Biopsie Gewebeproben der Metastasen. Sie versuchen, durch die Eigenschaften der Gewebeproben Rückschlüsse auf die ursprüngliche Herkunft der Krebszellen zu ziehen.

Untersuchung von Gewebeproben

Die Untersuchung der Gewebeproben ist beim CUP-Syndrom besonders wichtig. Sie sollen Aufschluss darüber geben:

  • ob sich die Zellen einem bestimmten Ursprungsorgan zuordnen lassen – wie etwa Prostata, Lunge, Brust oder Darm.
  • um welchen Tumortyp es sich handelt – zum Beispiel Karzinom oder Lymphom.
  • welcher Tumorsubtyp vorliegt – wie etwa Adenokarzinom oder Plattenepithelkarzinom.
  • ob der Tumor weitere Eigenschaften besitzt, die für oder gegen eine bestimmte Behandlung sprechen.

Dafür werden die Gewebeproben speziell gefärbt und unter dem Mikroskop betrachtet. Zusätzlich werden die Proben molekularbiologisch untersucht. Dabei suchen die Ärztinnen und Ärzte nach bestimmten Veränderungen im genetischen Material der Krebszellen. Manche Veränderungen können beispielsweise zeigen, ob eine Immuntherapie oder eine zielgerichtete Therapie infrage kommt.

Außerdem versuchen die Ärztinnen und Ärzte, spezielle Krebserkrankungen wie zum Beispiel Lymphome und Keimzelltumoren auszuschließen. Sie können wie ein CUP-Syndrom aussehen, sprechen aber in der Regel gut auf eine Chemotherapie an und sind potenziell heilbar.

Ziel der Diagnostik ist es stets, den Ursprungstumor doch noch zu finden. Oder zumindest biologische Eigenschaften der Krebszellen zu entdecken, die dabei helfen, die Behandlung zu planen. 

Ärztinnen und Ärzte suchen nicht für unbegrenzte Zeit nach dem Ausgangstumor. Denn sie streben gleichzeitig an, zügig mit der Behandlung zu beginnen. Lässt sich im Rahmen der Diagnostik kein Ursprungstumor feststellen, handelt es sich um ein CUP-Syndrom.

Wie wird ein CUP-Syndrom behandelt?

Die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem CUP-Syndrom ist in der Regel krankheitsbegleitend (palliativ). Eine Therapie zur Heilung ist nur selten möglich. Ziele der Behandlung sind vor allem, das Wachstum der Metastasen zu bremsen, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität bestmöglich zu erhalten. Generell sollte die Therapie individuell ausgerichtet sein und Folgendes berücksichtigen: 

  • den allgemeinen Gesundheitszustand, 
  • die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen und
  • die individuellen Wünsche der Patientin oder des Patienten.

Für die Behandlung von Krebs bei unbekanntem Primärtumor ist entscheidend, ob die Krebszellen noch Rückschlüsse darauf zulassen, aus welchem Organ sie ursprünglich stammen. Je genauer die Merkmale des Tumors einem vermuteten Ursprung zugeordnet werden können, desto gezielter kann die Therapie erfolgen. Die Behandlung unterscheidet sich also, je nachdem, ob durch die vorangegangenen Untersuchungen

  • der Primärtumor gefunden wird. Per Definition handelt es sich dann nicht mehr um ein CUP-Syndrom. Der Krebs wird stattdessen der entsprechenden Tumorart zugeordnet. Betroffene haben meist eine günstigere Prognose. Sie werden nach der Behandlungsleitlinie für die jeweilige Krebsart therapiert. Dabei orientiert sich die Behandlung in der Regel an den Empfehlungen für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener, metastasierter Erkrankung.
  • bestimmte Tumoreigenschaften auf eine Krebsart hinweisen. Dadurch können die Ärztinnen und Ärzte das CUP-Syndrom bestimmten Untergruppen zuordnen. Die Behandlung kann sich dann daran orientieren. Die Patientinnen und Patienten haben dadurch oft eine bessere Prognose.
  • keine für die Behandlung relevanten Informationen gefunden wurden. Die Prognose dieser Patientinnen und Patienten ist oft schlechter. Eine Behandlung ist aber trotzdem möglich – in der Regel palliativ und mit einer Chemotherapie, die möglichst wenige Nebenwirkungen hat und die Betroffenen wenig belastet.

Aber nicht nur der Tumorursprung spielt eine Rolle. Auch, wie sehr sich die Metastasen des CUP-Syndroms bereits ausgebreitet haben, ist von Bedeutung. Sind sie nur an einem Ort oder haben sie bereits mehrere Organe befallen?

Behandlung bei örtlich begrenzten Metastasen

Örtlich begrenzte Metastasen können Ärztinnen und Ärzte in einer Operation entfernen oder gezielt bestrahlen – manchmal beides kombiniert. Auch eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie kann infrage kommen.

Operationen sind meistens nur sinnvoll, wenn durch sie eine Chance auf Heilung besteht oder Beschwerden gelindert werden. Gezielte Bestrahlungen sollen Metastasen verkleinern und am Wachsen hindern – bei Knochenmetastasen helfen sie außerdem gegen Schmerzen.

Behandlung bei weiter fortgeschrittener Erkrankung

Befinden sich beim CUP-Syndrom bereits Metastasen in mehreren Organen, erhalten Betroffene meistens Behandlungen, die im gesamten Körper wirken. Fachleute sprechen dabei von systemischen Therapien. Dann sind nebenwirkungsarme Chemotherapien meist Mittel der Wahl.

Wenn die Krebszellen bestimmte Eigenschaften aufweisen, können den Betroffenen weitere Therapien zur Verfügung stehen:

  • Immuntherapie
  • Antihormontherapie
  • Zielgerichtete Therapie

Wie laufen die verschiedenen Behandlungsverfahren bei Krebs ab und welche Nebenwirkungen haben sie? Auf der Website des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum finden Sie ausführliche Informationen zu den verschiedenen Behandlungsarten.

Wie geht es nach der Therapie eines CUP-Syndroms weiter?

Die Behandlung eines CUP-Syndroms kann für Körper und Seele sehr anstrengend sein. Die medizinische Rehabilitation (Reha) soll Patientinnen und Patienten helfen, wieder zu Kräften zu kommen. Darüber hinaus soll sie dabei unterstützen, mit Krankheits- und Behandlungsfolgen bestmöglich umgehen zu können.  

Das Programm einer medizinischen Reha orientiert sich an der persönlichen Krankheitsgeschichte und den individuellen Einschränkungen. Eine mögliche Maßnahme für Betroffene mit CUP-Syndrom ist vor allem eine psychoonkologische Beratung, die bei Sorgen und Ängsten helfen kann.  

Nachsorge

Ob bei Patientinnen und Patienten mit CUP-Syndrom eine Nachsorge notwendig ist, hängt von der individuellen Krankheitssituation ab. Wurden CUP-Betroffene mit dem Ziel der Heilung behandelt, sollte eine intensivere Nachsorge mit im Voraus geplanten Kontrollterminen erfolgen. Dies ist jedoch nur selten der Fall. 

Kann der Krebs nicht geheilt werden? Dann helfen Verlaufskontrollen und eine regelmäßige begleitende Betreuung dabei, belastende Symptome frühzeitig zu erkennen und zu lindern. Damit soll die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten möglichst lange erhalten werden. 

Was ändert sich mit der Diagnose eines CUP-Syndroms?

Die Situation, plötzlich mit Krebs konfrontiert zu werden, ist für die meisten Betroffenen in der Regel extrem belastend. Dies gilt insbesondere bei einer bereits fortgeschrittenen Erkrankung. Hinzu kommen die Besonderheiten eines CUP-Syndroms: Trotz vieler Untersuchungen und diagnostischer Tests kann es passieren, dass die Ärztinnen und Ärzte den Ursprung der Krebserkrankung nicht aufklären können. 

Bei manchen Betroffenen entwickelt sich die Erkrankung zudem sehr schnell weiter, sodass kaum Zeit bleibt, sich auf die neue Lage einzustellen. Immer wieder müssen sie zusammen mit den Ärztinnen und Ärzten Behandlungsmöglichkeiten auf ihren Nutzen und ihre Risiken hin abwägen. Betroffene mit CUP-Syndrom benötigen daher in der Regel eine engmaschige Betreuung.

Das heißt jedoch nicht, dass Patientinnen und Patienten die ganze Zeit stationär im Krankenhaus bleiben oder regelmäßig zur Behandlung in die Ambulanz gehen müssen: Viele Behandlungen wie auch die Kontrolltermine können niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte oder die Ambulanzen spezialisierter Kliniken übernehmen.

Der häufige ärztliche Kontakt ist auch wichtig, da eine metastasierte Krebserkrankung zu Beschwerden führen kann, die sich schnell verändern. Bei den regelmäßigen Verlaufskontrollen gehört es dazu, über Schmerzen, Übelkeit, Ernährungs- oder Gewichtsprobleme sowie andere belastende Symptome zu sprechen. Gegen viele dieser Probleme lässt sich etwas tun.

Wer sind geeignete Ansprechpartner für ein CUP-Syndrom?

In Deutschland gibt es keine offizielle Liste von Kliniken, die Patientinnen und Patienten mit einem CUP-Syndrom behandeln. Zertifizierte Organzentren, wie sie für andere Krebserkrankungen existieren, gibt es für das CUP-Syndrom nicht. Die Versorgung von Betroffenen hängt von der persönlichen Krankheitssituation ab. Oft sind für die Diagnostik und Therapie von Patientinnen und Patienten mit CUP-Syndrom verschiedene Fachabteilungen erforderlich, die eng zusammenarbeiten.

Universitätskliniken oder andere große Kliniken haben in der Regel spezialisierte Fachabteilungen, die interdisziplinär arbeiten. Darüber hinaus bieten einige größere Krebszentren eigene Sprechstunden für Patientinnen und Patienten mit CUP-Syndrom in einer interdisziplinären Tumorambulanz an.

Wie man für sich die richtige Klinik finden kann, ist auf der Website des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum beschrieben.

Eine Suche nach spezialisierten Zentren kann auch über Fachverbände erfolgen. Hierzu gehört in Deutschland die Arbeitsgruppe CUP-Syndrom der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO).

Eine zusätzliche Unterstützung bietet die Selbsthilfe. Das CUP-Forum ist eine Anlaufstelle für alle CUP-Betroffenen – hier finden Patientinnen und Patienten die Möglichkeit zum Austausch sowie zusätzliche Ressourcen.

Sie haben weitere Fragen zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag und zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten? Auf der Website des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum finden Sie hierzu Informationen.

Bei allen Fragen zum CUP-Syndrom können Sie sich auch persönlich an die Ärztinnen und Ärzte des Krebsinformationsdienstes wenden: unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 - 420 30 40 oder per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de. 

  • Europäische Gesellschaft für medizinische Onkologie (European Society for Medical Oncology, ESMO). ESMO Clinical Practice Guidelines: Cancers of Unknown Primary Site. 2023. Aufgerufen am 24.07.2026.
  • Hübner G, Bochtler T, Borner M, Daum G, Delorme S. CUP Syndrom – Krebserkrankungen mit unbekanntem Primärtumor. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO). September 2025. Aufgerufen am 24.07.2026.
Badge

In Zusammenarbeit mit dem Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum.

Stand: 28.07.2026
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